Kirchensteuer auf Ausschüttungen von Kapitalgesellschaften (uG, GmbH, AG)

Viele Banken haben ihre Kunden bereits informiert, dass ab 2015 auch von den Kapitalerträgen die Kirchensteuer einbehalten wird. Es gibt die Möglichkeit, dass jede natürliche Person  beim Bundeszentralamt für Steuern einen Sperrvermerk setzen lassen kann. Das heißt dann, dass anfragende Unternehmen und Banken keine Auskunft über die Kirchensteuerpflicht erhalten. Es entbindet aber nicht davon, diese Kirchensteuer bei den Kapitaleinkünften anzugeben und über die Steuererklärung abzuführen.

Weniger informiert wird darüber, dass auch die Kapitalgesellschaften ab 2015 gesetzlich verpflichtet sind, bei  Ausschüttungen die Kirchensteuer einzubehalten.

Jedes Unternehmen muss sich beim BZStonline-Portal registrieren und eine Verfahrensnummer beantragen. Dazu benötigt das Unternehmen ein Elster-Zertifikat.
Wichtig ist, dass das Antragsformular nicht nur online versendet werden muss, sondern dass  dieses auch ausgedruckt, unterschrieben und per Post an das Bundeszentralamt für Steuern gesendet werden muss.
Dieses Verfahren ist sehr zeitauswendig. Darum wird empfohlen, zeitnah die Verfahrensnummer zu beantragen.

Vom 01.09.2014-31.10.2014 muss die Regelabfrage der Kirchensteuermerkmale erfolgen, auch wenn keine Ausschüttungen geplant sind und die Gesellschafter nicht kirchensteuerpflichtig sind. Das kann dann aber auch der  Steuerberater für seinen Mandanten tun, wenn die Verfahrensnummer des Unternehmens vorliegt.

Bitte versäumen Sie nicht, ihre Gesellschafter vor der Abfrage zu informieren, und sich die notwendigen Daten (Steueridentifikationsnummer, Geburtsdatum, Adresse) mitteilen zu lassen.

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