Gewinnrealisierung bei Abschlagszahlungen nach §8 Abs. 2 HOAI-Wie kann man am besten reagieren?

Das Urteil, das inzwischen rechtskräftig geworden ist, hat große Verunsicherung bei bilanzierungspflichtigen Planungsbüros ausgelöst, zumindest bei denen, die bisher die unfertigen Arbeiten auf der Basis der Herstellkosten ermittelt haben.

Warum?

“1.Die Gewinnrealisierung tritt bei Planungsleistungen eines Ingenieurs nicht erst mit der Abnahme oder Stellung der Schlussrechnung ein, sondern bereits dann, wenn der Anspruch auf Abschlagszahlung nach § 8 Abs. 2 HOAI entstanden ist”. Das Urteil stammt aus den Zeiten der HOAI 1996, die entsprechenden Absätze haben sich in der HOAI 2009 und 2013 geändert, Das Urteil wurde laut BMF vom 12.11.2014 als allgemein anwendbar erklärt, es wird eine Veröffentlichung im Bundessteuerblatt erwartet.

Haben Sie schon Erfahrungen mit dem Thema? Mich interessiert vor allem, wie sollen noch nicht fertig gestellte Phasen (Leistungsstand <100%) behandelt werden. Aber auch das Thema, dass die Kostenberechnung sich auf Grundlage von Auftragserweiterungen und Nachträgen noch ändern kann. Wäre das zumindest ein Argument, das gegen Fertigstellung spricht?

Ich habe dieses Thema in XING in der Gruppe HOAI zur Diskussion gestellt und freue mich auf eine rege Beteiligung.

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